Kontaktlinsen in der OSG Augenpraxis München – Fünf Höfe

Kontaktlinsen ermöglichen Ihnen ein unbeschwertes, brillenfreies Leben – sei es beim Sport, am Arbeitsplatz oder im Alltag. Damit sie dieses auch voll genießen können, benötigen Sie Kontaktlinsen, die optimal zu Ihren Augen passen und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. 
 

Optimale Anpassung Ihrer Kontaktlinsen in der OSG Augenpraxis München – Fünf Höfe

Die allermeisten Sehfehler kann man mit Kontaktlinsen korrigieren. Aus medizinischen Gründen sollte dies grundsätzlich immer nur ergänzend zu einer Brille erfolgen und diese nicht komplett ersetzen. Jedes Auge hat individuelle Bedürfnisse, die unbedingt berücksichtigt werden müssen. Deshalb gehört zur Anpassung von Kontaktlinsen durch unseren Optikermeister auch immer die Begleitung unserer Augenärzte dazu. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Linsen langfristig gut vertragen werden und keine Augenschäden entstehen.

Für wen sind Kontaktlinsen geeignet?

Ein brillenfreies Leben durch Kontaktlinsen hat nicht nur im Sport praktische Vorteile. Es gibt zahllose Situationen, die ohne Brille ein unbeschwertes Lebensgefühl bedeuten. Bei bestimmten Formen der Hornhautverkrümmung oder dem Hornhautkegel (Keratokonus) sind Kontaktlinsen der Brille sogar überlegen.  Auch bei Alterssichtigkeit können bifokale Kontaktlinsen eine gute Ergänzung zur Brille darstellen. Bei sehr trockenen Augen oder wiederkehrenden Hornhaut- und Bindehautentzündungen sollten in der Regel keine Linsen getragen werden. Auch wenn es nötig ist, dauerhaft Augentropfen, wie z.B. bei einem erhöhten Augeninnendruck (Grüner Star) zu nutzen, sollte man auf Kontaktlinsen verzichten.

Eine Augenarztpraxis

Linsenarten: Für jedes Auge die beste Kontaktlinse

Mit Kontaktlinsen lassen sich alle Formen der Fehlsichtigkeit und Hornhautanomalien korrigieren. Dafür stehen unterschiedliche Linsenarten zur Verfügung.

Formstabile oder sogenannte „harte“ Kontaktlinsen garantieren durch ihre festere Beschaffenheit eine hohe und konstante Gas- und Nährstoffversorgung. Sie stören kaum den natürlichen Tränenfluss und die Feuchtigkeits-Versorgung der Hornhaut. Sie sind in allen Varianten, von Einstärkenlinsen (scharfes Sehen in einem bestimmten Sehbereich) über Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) korrigierende bis multifokale Linsen (decken scharfes Sehen sowohl für den Nah- als auch den Fernbereich ab) verfügbar und stellen durch ihre stabile und präzise optische Abbildung den perfekten Begleiter für ein jahrelanges Tragen dar. Bei Hornhautanomalien (Erkrankungen der Hornhaut im Auge) sind formstabile Kontaktlinsen die einzige Wahl, um für eine oberflächliche „Glättung“ zu sorgen und somit korrigierend zu wirken.

Weiche Kontaktlinsen sind flexibler und etwas größer als formstabile. Sie passen sich der Hornhautoberfläche im Auge exakt an, weshalb sie zum Ausgleich von Hornhautveränderungen meist nicht geeignet sind. Dafür sitzen sie fester als formstabile Linsen, was ein irritationsfreies erstes Aufsetzen ermöglicht.

Lange Zeit ließen sich Altersweitsichtigkeiten nur mit einer Lesebrille oder mit Gleitsichtgläsern ausgleichen. Gleitsicht-Linsen oder auch Mehrstärken-/Multifokal-Linsen ermöglichen ein gutes Sehen in jeder Entfernung. Unabhängig von Blickrichtung, Kopf- oder Körperhaltung gewährleisten Multifokal-Linsen sanfte Übergänge von Ferne zu Nähe und umgekehrt. Gleitsicht-Kontaktlinsen gibt es in harter und weicher Ausführung.

Bei Hornhauterkrankungen wie zum Beispiel beim Keratokonus sowie bei Zustand nach Hornhauttransplantation kann mit einer Brille meist keine optimale Sehleistung erlangt werden. In diesen Fällen helfen Spezialkontaktlinsen. Es muss natürlich individuell getestet werden, welcher Linsentyp (Corneallinsen, Hybridlinsen, Skerallinsen etc.) am besten geeignet ist.

Grundsätzlich kann jede Alltagslinse auch im Sport getragen werden, vorausgesetzt, sie erfüllt folgende Kriterien: hohe Sauerstoffdurchlässigkeit, Wasserbindung und Fettabweisung. 
Durch die hohe Sauerstoffdurchlässigkeit wird eine ausreichende Versorgung der Hornhaut gewährleistet und es kommt im Nachhinein nicht zu Schädigungen.

Wasserbindung ist ebenfalls wichtig, um die produzierte Tränenflüssigkeit auch unter höchster körperlicher Anstrengung so lange wie möglich auf dem Auge und der Linse zu behalten. Eine trockene Kontaktlinse bildet einen unangenehmen Fremdkörper und stört Leistungs- und Konzentrationsvermögen.

Fettabweisung sollte gegeben sein, um durch die erhöhte Produktion von Lipiden (Fettstoffen) nicht nach kürzester Zeit einen schmierigen Tränenfilm entstehen zu lassen und somit an Tragekomfort, Wasserbindung und Sauerstoffdurchlässigkeit zu verlieren.
 

Diese speziellen Linsen werden nur nachts getragen und können die Form der Hornhaut so verändern, dass man tagsüber keine Sehhilfe mehr benötigt. Sie sind für Kurzsichtigkeit bis etwa 4 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis etwa 2 Dioptrien geeignet.  Für eine erfolgreiche Behandlung müssen die Linsen regelmäßig nachts getragen werden. Voraussetzung sind gesunde Augen, daher ist eine engmaschige Kontrolle durch den Augenarzt und die Kontaktlinsen-Expert*innen sehr wichtig.

Kontaktlinsen – Die richtige Linsenpflege als Basis für gesunde Augen

Kontaktlinsen bedürfen der täglichen Pflege. Hygiene ist oberstes Gebot. Denn: Keime, Bakterien und Pilze, die sich auf den Linsen ablagern, können zu Hornhautentzündungen führen und gar für bleibende Schäden sorgen.

Weiche Linsen sind aufgrund ihrer raueren Oberfläche und größeren gasdurchlässigen Poren eher dazu prädestiniert, Ablagerungen zu bilden. Aber auch die relativ glatten formstabilen Kontaktlinsen müssen gereinigt werden. Durch die lange Zeit auf dem Tränenfilm entsteht ein natürlicher Biofilm, der zur Eingliederung der Kontaktlinse zum System Lider – Hornhaut gebraucht wird. Dieser kann jedoch auch Mikroorganismen enthalten und Entzündungsreaktionen provozieren.

Auf keinen Fall dürfen Kontaktlinsen mit Leitungswasser gesäubert werden. Darin können sich ebenfalls Bakterien und Mikroorganismen befinden, die für Verunreinigungen sorgen. Grundsätzlich sollten spezielle Pflegemittel verwendet werden. Deren Auswahl richtet sich nach dem Material der Linsen sowie der Zusammensetzung des Tränenfilms. Ist der Tränenfilm zum Beispiel eher fetthaltig, braucht es ein anderes Mittel als bei einem wässrigen Film. Ungeeignete Pflegemittel erhöhen das Entzündungsrisiko.

Klassisch umfasst die Kontaktlinsenpflege fünf Maßnahmen:

  • Reinigen
  • Abspülen
  • Desinfizieren
  • Aufbewahren
  • Nachbenetzen


Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass bei Tageslinsen die Pflege entfällt, da diese nach einmaligem Tragen zu entsorgen sind.
 

Persönliche Betreuung und Kontrolle Ihrer Kontaktlinsen in der OSG Augenpraxis München – Fünf Höfe

Eine moderne, gut angepasste und verträgliche Kontaktlinse wird vom Auge problemlos toleriert. Damit man sicher sein kann, dass die Augen gesund bleiben, sind regelmäßige Kontrollen der Linsen und der Augen beim Augenarzt notwendig.

Beginnende Veränderungen, besonders bei weichen flexiblen Linsen, z.B. durch Sauerstoffmangel der Hornhaut, machen sich oft zu spät bemerkbar. Probleme können auch durch ungeeignete Tragezeiten oder unsachgemäße Hygiene sowie durch Fehlanpassungen und Materialunverträglichkeiten entstehen.

Als Faustregel für Kontrollen gilt: bei weichen Kontaktlinsen alle sechs Monate, bei formstabilen Linsen einmal pro Jahr. Bei Rötungen und Schmerzen sollte man sofort den Augenarzt aufsuchen. 
 

Kontaktlinsenbestellung

Sollten Sie Kontaktlinsen über uns bestellen wollen, dann rufen Sie uns bitte an oder schreiben uns eine Mail. Wir benachrichtigen Sie, wenn Ihre Linsen eingetroffen sind. Sie können diese in der Praxis abholen oder wir senden Ihnen diese auf Wunsch zu.

Bitte beachten Sie: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind wichtig. Durch Hormonschwankungen zum Beispiel oder hohe Belastungen der Augen kann es zu Veränderungen des Tränenfilms kommen, die lange Zeit ohne Symptome verlaufen und schlimmstenfalls zu Linsenunverträglichkeiten führen. Regelmäßige augenärztliche und optische Kontrollen können Komplikationen bereits in einem Stadium erkennen, in dem noch keine spürbaren Anzeichen auftreten.
 

Ein Augenarzt bei einer Untersuchung