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Phototherapeutische Keratektomie (PTK), Crosslinking (CXL),

Phototherapeutische Keratektomie (PTK)

Verletzungen, Entzündungen oder angeborene Erkrankungen der Hornhaut (Hornhautdegenerationen und Hornhautdystrophien) können dazu führen, dass Narben und Trübungen in der ansonsten klaren Hornhaut entstehen. Liegen diese Trübungen in der Sehachse, können sie die klare Sicht teilweise erheblich beeinträchtigen. Durch eine Phototherapeutische Keratektomie (PTK) können diese Trübungen teilweise mit dem Excimer-Laser entfernt werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn die Veränderungen in den oberflächlichen Schichten der Hornhaut gelegen sind.

Eine Phototherapeutische Keratektomie (PTK) kann auch bei wiederkehrenden Hornhautabschürfungen (Erosio corneae) sinnvoll sein. Manchmal bestehen die Erosionen trotz Salben- und Tropfentherapie über einen längeren Zeitraum oder kehren immer wieder (rezidivierende Hornhaut-Erosio). Hier kann die Phototherapeutische Keratektomie (PTK) der oberen Hornhaut-Schichten häufig zu einer besseren Wiederanhaftung der Hornhaut-Deckschicht (Epithel) führen.

 

Crosslinking (CXL)

Das Crosslinking (Synonyme: UV-/Riboflavin-Crosslinking) ist ein Verfahren zur Behandlung von krankhaften Hornhaut-Veränderungen. Es ist kein echtes Laserverfahren, sondern eine UV-Bestrahlung der Hornhaut nach vorheriger Tropfenapplikation. Crosslinking wird als Therapie bei Keratokonus, Keratektasie oder Pellucider marginaler Degeneration (PMD) eingesetzt. Bei diesen Erkrankungen kommt es zu einem krankhaften „Ausbeulen“ der Hornhaut.

Keratokonus, Keratektasie oder Pellucide marginale Degeneration (PMD) können sich durch Schwankungen in der Sehschärfe, eine Abnahme der Sehschärfe trotz Korrektur mit Brillenglas oder Kontaktlinse, das Wahrnehmen von Lichtringen um Leuchtquellen (“Halos”) sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und Blendung bemerkbar machen. Die Veränderungen beginnen meist in der Pubertät. Sie können nach einiger Zeit zum Stillstand kommen (sog. „Forme fruste“) oder aggressiv voranschreiten.

Die „Forme fruste“ kommt ungefähr zehnmal so häufig wie die aggressive, voranschreitende Form vor. Sie muss meist nur regelmäßig kontrolliert, aber nicht behandelt werden. Die voranschreitende Form erfordert in der Regel eine Behandlung.


Die Behandlung mittels UV-Kollagen-Vernetzung

Beim Keratokonus, Keratektasie oder Pellucider marginaler Degeneration (PMD) ist die Hornhautfestigkeit durch reduzierte Kollagenvernetzung verringert. Das Ziel der neuen Therapiemethode besteht in der Erhöhung des Grades der Vernetzungen der Kollagenfasern im Hornhautgewebe. Die Behandlung kann dadurch das Voranschreiten des krankhaften „Ausbeulens“ der Hornhaut stoppen. Die verwendete Methode beruht auf einer photochemischen Vernetzung. Dabei kommen Riboflavin und UV A- Licht zum Einsatz. Riboflavin ist ein Vitamin (Vitamin B2), das als Farbstoff in der Lebensmitteltechnik verwendet wird und auch als Medikament verwendet wird. Durch das UV-Licht werden Sauerstoffradikale gebildet. Um den Effekt zu erhöhen, wird Riboflavin (Vitamin B2) als Photosensibilisator und UV-Absorber verwendet. Nach Tropfbetäubung der Augen wird Riboflavin für 30min auf die Hornhaut gegeben.  Anschließend wird die Hornhaut mit UV A-Licht (370nm) 10min bestrahlt. Die Therapie ist einfach und sicher zu handhaben. Sie ist nicht toxisch und die Transparenz der Hornhaut bleibt unverändert.


Ergebnisse nach UV-Kollagen-Vernetzung

Nach der Vernetzungstherapie verringert sich bei über 50% der Fälle die Hornhaut-Auswölbung durch zelluläre Vorgänge. Es kommt zu einer Verfestigung der oberen 200 bis 250µm der Hornhaut. Die Vernetzung bewirkt eine zunehmende Festigkeit, Biegesteifigkeit und Dickenzunahme der Kollagenfasern. Gleichzeitig sind die Kollagenfasern resistenter gegenüber enzymatischen Abbauvorgängen. Die Hornhautdicke nimmt wieder zu. Mit Crosslinking kann das Voranschreiten krankhafter Hornhaut-Veränderungen und der damit verbundene Verlust der Sehschärfe in vielen Fällen gestoppt werden. Eine vielfach sonst notwendige Hornhaut-Verpflanzung kann so in vielen Fällen verhindert werden. Die Operateure der Euro-Augenlaserklinik haben mit dieser inzwischen weltweit etablierten Methode bereits langjährige Erfahrung. In jedem Fall sind eine umfassende individuelle Voruntersuchung und ein persönliches Beratungsgespräch notwendig, um den Therapieerfolg der Behandlung abschätzen zu können.

 

 

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