Häufige Augenerkrankungen: Was viele nicht wissen

Augenerkrankungen sind weit verbreitet, doch das Wissen darüber ist lückenhaft

Viele Menschen vertrauen auf ihre Sehkraft, bis sie plötzlich erste Einschränkungen bemerken. Dabei zählen Erkrankungen wie der Graue Star (Katarakt), der Grüne Star (Glaukom) oder altersbedingte Netzhauterkrankungen zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Dennoch geht aus der Umfrage “So sieht Deutschland” hervor: Das Wissen in der Bevölkerung ist lückenhaft und das kann schwerwiegende Folgen haben.

Grauer Star: Gut behandelbar, aber oft zu spät erkannt

Ober Scharrer Gruppe - Augenerkrankung Grauer Star - ältere Frau sitzt am PC und kneift die Augen zusammen

Der Graue Star ist die häufigste Augenerkrankung weltweit und kann bei frühzeitiger Diagnose nahezu vollständig durch einen operativen Eingriff geheilt werden. 70 % der Menschen wissen um die Heilbarkeit, aber:

  • nur 29 % kennen die Symptome wie verschwommenes Sehen, erhöhte Blendempfindlichkeit oder das Nachlassen der Farbintensität
  • nur 16 % wissen, welche Vorsorgeuntersuchungen, wie beispielsweise eine Prüfung der Sehschärfe, die Messung des Augeninnendrucks (zur Abgrenzung von grünem Star) oder die Spaltlampenuntersuchung zur Beurteilung der Augenlinse und Hornhaut empfohlen werden

Dabei ist gerade beim Grauen Star eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt ab dem 60. Lebensjahr entscheidend, um rechtzeitig zu handeln.

Grüner Star: Tückisch, weil schleichend und irreversibel

Ganz anders verhält es sich beim Grünen Star (Glaukom): Diese Augenerkrankung verursacht anfangs keine Beschwerden, kann jedoch unbehandelt zur Erblindung führen. Und obwohl 65 % der Menschen glauben, dass Glaukom heilbar ist, ist das leider nicht korrekt – der entstandene Sehverlust kann nicht rückgängig gemacht werden. Zu den typischen Symptomen gehören Gesichtsfeldausfälle (z. B. schwarze Schatten), verschwommenes Sehen, vermindertes Kontrastsehen, Lichtempfindlichkeit, schlechte Anpassung an Dunkelheit oder Sehen von Halos (Lichtringe um Lichtquellen).
Besorgniserregend ist:

  • 85 % kennen weder Symptome noch Vorsorgeempfehlungen

Früherkennung ist der einzige Schutz, denn durch regelmäßige Messung des Augeninnendrucks und Gesichtsfeldtests lässt sich, mittels darauf abgestimmter Behandlung der Verlauf stark verlangsamen.

Ober Scharrer Gruppe - Glaukom - spazierende Kinder
Ober Scharrer Gruppe - Glaukom Anfangsstadium - spazierende Kinder
Ober Scharrer Gruppe - Glaukom fortgeschritten - spazierende Kinder

Altersbedingte Netzhauterkrankungen: Ein unterschätztes Risiko

Ober Scharrer Gruppe - verschwommenes Sehen bei Makuladegeneration

Die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) betrifft vor allem Menschen über 60 Jahre. Sie führt zu einem schleichenden Verlust des scharfen Sehens in der Mitte des Gesichtsfelds, beispielsweise beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern.

  • 62 % wissen, dass diese Erkrankung behandelbar ist (z. B. mit Injektionstherapien oder Laserverfahren)
  • doch nur 13 % wissen über Frühsymptome wie verzerrtes Sehen oder dunkle Flecken Bescheid
  • fast 9 von 10 Personen kennen die wichtige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt nicht

Vorsorgeuntersuchungen sind beispielsweise die Optische Kohärenztomographie (OCT) oder der Amsler-Gitter Test.

Warum Aufklärung über Augenerkrankungen so wichtig ist

Die Zahlen zeigen deutlich: Die Mehrheit der Bevölkerung unterschätzt das Risiko von Augenerkrankungen oder kennt die Warnsignale nicht. Das ist alarmierend, denn bei nahezu allen genannten Erkrankungen gilt:

Je früher erkannt, desto besser die Behandlungsmöglichkeiten.

So können Sie Ihre Augengesundheit schützen

  • Regelmäßige augenärztliche Vorsorge ab 40 Jahren, besonders bei familiärer Vorbelastung – ab 60 alle 1-2 Jahre.
  • Kinder und Erwachsene mit Kurzsichtigkeit sollten 1x jährlich zur Augenkontrolle.
  • Bei genetischer Vorbelastung (Grauer/Grüner Star & AMD) empfiehlt sich eine jährliche Vorsorgeuntersuchung.
  • Menschen mit Diabetes sollten alle 1-2 Jahre zum Check.
  • Achten Sie auf Veränderungen beim Sehen auch wenn sie schleichend sind.
  • Informieren Sie sich gezielt über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
  • Nutzen Sie Informationsangebote von Augenärzten, Kliniken und Patientenorganisationen.

Fazit: Augen auf bei der Augengesundheit

Ob Grauer Star, Grüner Star oder altersbedingte Netzhauterkrankungen – sie alle lassen sich behandeln oder ihr Fortschreiten verlangsamen. Doch dafür braucht es eines: Wissen. Nur wer Symptome erkennt und regelmäßig zur Vorsorge geht, schützt seine Sehkraft und das oft ein Leben lang.

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